Geltungsbereich XVII-50aba

XVII-50aba – Grundlegende Informationen

Die Bearbeitung des Bebauungsplans XVII-50aba Gartenstadt Karlshorst IIa, der den südlichen Teil des ehemaligen Kasernenareals umfasst, ist im engen Zusammenhang mit dem zurzeit ruhenden Bebauungsplanverfahren XVII-50abb und dem bereits festgesetzten Bebauungsplan XVII-50aa Gartenstadt Karlshorst I zu sehen, der den nördlichen Teil des ehemaligen Kasernenareals umfasst. Alle drei Bebauungspläne sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die bauliche Entwicklung der Gartenstadt Karlshorst schaffen.

Einordnung
Das Plangebiet des Bebauungsplans XVII-50aba Gartenstadt Karlshorst befindet sich am östlichen Rand des Ortsteils Karlshorst im Bezirk Lichtenberg und umfasst eine Fläche von 18,5 Hektar. Das Gebiet des ehemaligen Militärgeländes liegt heute überwiegend ungenutzt brach, wobei sich die wenigen vorhandenen Nutzungen im nordwestlichen Bereich konzentrieren. Die ungewöhnliche Auslassung in der Mitte des Geltungsbereichs ist den Eigentumsverhältnissen geschuldet. Das Grundstück ist im Besitz der Russischen Föderation. Bisherige Verhandlungsbestrebungen waren leider nicht erfolgreich. Um Verfahrensverzögerungen zu verhindern, wurde dieser Bereich aus dem Geltungsbereich ausgegliedert. Langfristig wird jedoch auch hier an der Umsetzung des städtebaulichen Konzepts festgehalten.

Auch die Umgebung des Geltungsbereichs ist vielfältig: Östlich und südlich schließen Kleingartenanlagen an, im Westen befinden sich ein nur in Teilen genutzter Verwaltungsstandort mit unterschiedlichen Bauformen und weiter nördlich ein Wohngebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Nördlich schließt der Geltungsbereich des Bebauungsplans XVII-50aa Gartenstadt Karlshorst I an, welchem das gleiche, übergeordnete städtebauliche Konzept zu Grunde liegt. Hier wurde das Bebauungsplanverfahren bereits abgeschlossen. So wurden die ehemaligen Kasernengebäude bereits für Wohnzwecke umgebaut, während die Fertigstellung der vorgesehenen Einfamilienhäuser und Stadtvillen fast abgeschlossen ist.

Ziele
Der Bebauungsplan soll die Voraussetzungen für ein attraktives Wohngebiet schaffen, das neben Wohnbauten (vornehmlich in offenen Blockstrukturen und Einzelhäusern) auch einen Quartiersplatz und eine größere Parkanlage mit Spielplatz aufweist. Im südlichen Bereich soll eine Gemeinbedarfsfläche für eine bereits vorhandene Kindertagesstätte festgesetzt werden. Desweiteren ist die Sicherung des Museums vorgesehen. Zur Versorgung des neu entstehenden Quartiers sollen die planungsrechtlichen Grundlagen für einen Einzelhandelsbetrieb geschaffen werden. Daneben sieht der Bebauungsplanentwurf vor, das vorhandene Kleingewässer gestalterisch in das Quartier einzubinden und wertvolle Bäume zu erhalten.

Umsetzung
Im nördlichen und südlichen Teil der Gartenstadt gehört der überwiegende Teil der Grundstücksflächen demselben Eigentümer. Dieser hat sich durch einen städtebaulichen Vertrag mit dem Bezirk zur Umsetzung öffentlich relevanter Belange verpflichtet. Die Entwicklung des Plangebiets wird nach den Leitlinien des „Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung“ durchgeführt. Neben der Kostenbeteiligung für soziale und technische Infrastruktur ist zusätzlich auch ein Anteil mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnraums mit dem Projektträger vertraglich vereinbart werden.